Stützräder bei Multiple Sklerose – Kundin testet Double Twelve

ECHTE KUNDENERFAHRUNG · DOUBLE TWELVE

Stützräder bei Multiple Sklerose: In diesem Kundenvideo zeigt ein Ehepaar die Double Twelve am eigenen Fahrrad – von der Befestigung über das Abnehmen und Einsetzen der seitlichen Räder bis zu den ersten Fahrversuchen. Die Kundin lebt mit Multipler Sklerose und wollte ihr gewohntes Fahrrad weiter nutzen, statt auf ein Liegerad oder ein klassisches Dreirad umzusteigen.

ERFAHRUNG

Erste Fahrversuche

SYSTEM

Double Twelve

IM VIDEO

Montage & Fahren

DIE KUNDIN ZEIGT SYSTEM UND ERSTE FAHRT

Video: Double Twelve bei Multipler Sklerose im Alltag testen

Das Besondere an diesem Video: Es ist keine Hochglanz-Produktvorstellung. Das Paar zeigt die tatsächlich montierte Konstruktion am eigenen Fahrrad, erklärt die abnehmbaren Seitenräder und dokumentiert anschließend die erste Übungsfahrt.

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Eine echte Erfahrung – keine allgemeine Aussage über MS

Das Video zeigt die persönliche Situation dieser Kundin. Multiple Sklerose kann sehr unterschiedlich verlaufen. Deshalb lässt sich aus dieser Erfahrung nicht ableiten, dass Double Twelve für jede Person mit MS geeignet sind.

Was zeigt das Kundenvideo konkret?

1

Befestigung am Fahrrad

Das Grundgestell wird im Bereich der Hinterradachse befestigt. Zusätzlich musste bei diesem Fahrrad oberhalb eine passende Abstützung im Gepäckträgerbereich geschaffen werden.

2

Seitenräder abnehmen

Im Video wird gezeigt, wie die seitlichen Radeinheiten über Schnellverschlüsse gelöst beziehungsweise wieder eingesetzt und anschließend gesichert werden.

3

Erste Fahrstunde

Anschließend folgt die erste Übungsfahrt auf einer freien Fläche. Dabei wird besonders deutlich, dass sich ein Fahrrad mit seitlichen Stützrädern anders lenkt als ein normales Zweirad.

Warum suchte die Kundin eine Alternative zum normalen Fahrrad?

Im Video erklärt ihr Mann, dass seine Frau an Multipler Sklerose erkrankt ist und ein normales Fahrrad für sie nicht mehr infrage kam. Gleichzeitig wollte das Paar weder ein Liegefahrrad noch ein klassisches Dreirad anschaffen.

Die Idee hinter der gewählten Lösung war deshalb, das vorhandene Fahrrad mit seitlicher Unterstützung weiterzunutzen. Genau darin liegt für viele Interessenten der Reiz von Double Twelve: Das vertraute Fahrrad bleibt grundsätzlich erhalten und die seitlichen Radeinheiten lassen sich für Transport oder Abstellen wieder abnehmen.

Double Twelve sind keine Behandlung für Multiple Sklerose

Double Twelve sind eine technische Ergänzung für geeignete Fahrräder. Sie behandeln keine Erkrankung und ersetzen weder ärztliche noch therapeutische Beratung. Ob Fahrradfahren in der persönlichen Situation geeignet ist, hängt von den individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen ab.

Multiple Sklerose und Fahrradfahren: Warum es keine pauschale Antwort gibt

Multiple Sklerose kann sich von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich bemerkbar machen. Mögliche Auswirkungen betreffen unter anderem Gleichgewicht, Koordination, Muskelkraft oder die Belastbarkeit. Andere Betroffene haben in diesen Bereichen dagegen nur geringe oder zeitweise Einschränkungen.

Deshalb sollte nicht die Diagnose allein darüber entscheiden, welches Fahrrad oder welches Stützradsystem sinnvoll ist. Viel wichtiger sind die konkrete körperliche Situation, das vorhandene Fahrrad, die Umgebung und das persönliche Fahrvermögen.

Bewegung bei MS immer individuell betrachten

Auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft weist darauf hin, dass Bewegung und Sport bei MS grundsätzlich möglich und sinnvoll sein können, das Training aber an die individuellen Fähigkeiten und Einschränkungen angepasst werden sollte.

Bei deutlichen Gleichgewichts-, Koordinations- oder Kraftproblemen sollte deshalb vor dem Fahrradfahren geklärt werden, welche Form der Bewegung im individuellen Fall sicher möglich ist. Weitere allgemeine Informationen bietet die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft.

Was unterscheidet Double Twelve von normalen Swinging Wheels?

Double Twelve sind die besonders stabile Ausführung unseres Stützradsystems. Die goldfarbenen Federelemente besitzen einen Durchmesser von 12 mm und nur eine sehr geringe Federwirkung. Die seitlichen Räder werden so eingestellt, dass beide den Boden berühren.

Dadurch bleibt das Fahrrad deutlich aufrechter und das Fahrgefühl nähert sich stärker einem Dreirad an. Die silberfarbenen Swinging Wheels sind dagegen beweglicher und erlauben mehr Neigung des Fahrrads.

DOUBLE TWELVE

Mehr seitliche Stabilität

12-mm-Federelemente, verstärkte Konstruktion und beide Seitenräder dauerhaft am Boden. Das Fahrgefühl wird deutlich dreiradähnlicher.

SWINGING WHEELS

Mehr Fahrradbewegung

10-mm-Federelemente mit spürbarer Federwirkung. Das Fahrrad kann sich stärker bewegen und behält mehr vom ursprünglichen Zweiradgefühl.

Das Abnehmen der Seitenräder im Kundenvideo

Ein großer Vorteil der Konstruktion wird im Video besonders anschaulich erklärt: Die komplette zentrale Halterung muss nicht jedes Mal vom Fahrrad entfernt werden.

  1. Sicherungskette lösen: Zunächst wird die zusätzliche Sicherung der jeweiligen Radeinheit geöffnet.
  2. Schnellverschlüsse öffnen: Die beiden Klemmungen an der Aufnahme werden gelöst.
  3. Radeinheit herausnehmen: Das seitliche Rad mit Federelement kann anschließend aus der Halterung genommen werden.
  4. Zum Einsetzen umgekehrt vorgehen: Radeinheit einschieben, beide Schnellverschlüsse schließen und die Sicherungskette wieder befestigen.

Praktisch für Transport und Abstellen

Nach dem Abnehmen der seitlichen Radeinheiten wird das Fahrrad deutlich schmaler. Der zentrale Haltebügel und die übrigen fest montierten Befestigungsteile bleiben jedoch am Fahrrad.

Die erste Fahrt: Warum ein freier Übungsplatz wichtig ist

Im Video beginnt die Kundin nicht sofort im Straßenverkehr. Für die ersten Fahrversuche wurde bewusst eine freie Fläche gewählt. Das ist sinnvoll, denn ein Fahrrad mit Double Twelve fährt sich nicht wie das zuvor gewohnte Zweirad.

Durch die beiden seitlichen Räder bleibt das Fahrrad stärker aufrecht. In Kurven muss deshalb bewusster über den Lenker gesteuert werden. Genau darauf weist auch der Ehemann während der ersten Fahrt hin.

Langsam beginnen

Kurven zuerst mit geringer Geschwindigkeit üben

Double Twelve verändern das Lenk- und Kurvenverhalten. Beginnen Sie deshalb auf einer ebenen, freien Fläche und reduzieren Sie vor Kurven deutlich die Geschwindigkeit. Die empfohlene Höchstgeschwindigkeit des Systems beträgt 15 km/h.

Unsere Empfehlung für die ersten Übungseinheiten

  1. Ebene und freie Fläche wählen – ohne Autoverkehr, Bordsteine oder enge Hindernisse.
  2. Double Twelve korrekt einstellen – beide Seitenräder sollen Bodenkontakt haben.
  3. Mit Begleitperson beginnen – besonders bei Unsicherheit oder eingeschränktem Gleichgewicht.
  4. Bei E-Bikes zunächst ohne Motorunterstützung üben – so kommt kein unerwarteter zusätzlicher Schub hinzu.
  5. Geradeaus fahren und bremsen – zuerst das grundlegende Fahrgefühl kennenlernen.
  6. Große Kurven üben – langsam werden und bewusst über den Lenker steuern.
  7. Anhalten und Absteigen trainieren – erst danach schwierigere Situationen ausprobieren.

Nicht nach einer einzigen Probefahrt entscheiden

Das Fahrgefühl mit Double Twelve unterscheidet sich deutlich vom Zweirad. Geben Sie sich Zeit für mehrere kurze Übungseinheiten. Genau deshalb halten wir einen längeren Test am eigenen Fahrrad für sinnvoller als wenige Minuten Probefahrt.

Passt Double Twelve auch an mein Fahrrad?

Das Kundenvideo zeigt eine konkrete funktionierende Montage. Für ein anderes Fahrrad lässt sich daraus jedoch keine automatische Passzusage ableiten. Entscheidend sind Hinterradachse, Schaltung, Radgröße, Gepäckträger und der verfügbare Platz für die obere Abstützung.

Hinterradachse

Nabenschaltung, Schnellspanner, Achsgewinde und vorhandener Platz müssen zur Befestigung passen.

Gepäckträgerbereich

Der zentrale Haltebügel benötigt neben der Achsbefestigung eine stabile obere Abstützung.

Radgröße

Double Twelve werden für verschiedene Radgrößen angeboten. Maßgeblich ist die tatsächliche Beschriftung des Fahrradreifens.

Unsicher bei der Auswahl?

Vergleichen Sie Ihr Fahrrad mit bereits ausgestatteten Kundenfahrrädern oder nutzen Sie unseren digitalen Assistenten. Bei ungewöhnlichen Hinterradachsen helfen aussagekräftige Fotos von beiden Seiten des Fahrrads.


Häufige Fragen zu Stützrädern bei Multipler Sklerose

Sind Double Twelve speziell für Menschen mit Multiple Sklerose entwickelt?

Nein. Double Twelve sind ein Stützradsystem für Erwachsene und nicht speziell für eine bestimmte Erkrankung entwickelt. Die Kundin in diesem Video nutzt sie aufgrund ihrer persönlichen Situation mit Multipler Sklerose.

Verhindern Double Twelve einen Sturz?

Eine vollständige Sturzsicherheit kann kein Stützradsystem garantieren. Double Twelve geben dem Fahrrad zusätzliche seitliche Unterstützung. Fahrvermögen, Untergrund, Geschwindigkeit, Montage und die individuelle körperliche Situation bleiben entscheidend.

Kann das vorhandene Fahrrad weiter benutzt werden?

Wenn das Fahrrad technisch geeignet und in sicherem Zustand ist, kann gerade die Weiterverwendung des vertrauten Fahrrads interessant sein. Ob die Montage möglich ist, muss am konkreten Fahrrad geprüft werden.

Kann man die seitlichen Räder wieder abnehmen?

Ja. Wie im Kundenvideo gezeigt, können die beiden seitlichen Radeinheiten über Schnellverschlüsse aus den Aufnahmeblöcken genommen werden. Die fest montierte zentrale Halterung bleibt dabei am Fahrrad.

Warum sollte man Double Twelve länger ausprobieren?

Das Lenk- und Kurvenverhalten unterscheidet sich deutlich vom normalen Zweirad. Mehrere kurze Übungseinheiten geben deshalb ein realistischeres Bild als wenige Minuten Probefahrt.

AM EIGENEN FAHRRAD AUSPROBIEREN

Double Twelve 60 Tage testen

Gerade wenn Gleichgewicht oder Sicherheit auf dem Fahrrad ein Thema sind, reicht eine kurze Probefahrt häufig nicht aus. Im 60-Tage-Test bleibt Zeit für Montage, ruhige Übungseinheiten und eine Entscheidung auf Grundlage der eigenen Erfahrung.

Persönlicher Erfahrungsbericht einer Kundin mit Multipler Sklerose. Die gezeigte Nutzung ist keine medizinische Empfehlung und lässt sich nicht automatisch auf andere Menschen übertragen. Die Eignung von Fahrrad und Stützradsystem sowie die persönliche Fähigkeit zum sicheren Fahrradfahren müssen individuell beurteilt werden.



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