Wichtiger Sicherheitshinweis
So bitte nicht montieren!
Fahrräder unterscheiden sich stark. Bei der Montage können deshalb kleinere Anpassungen nötig sein – etwa eine zusätzliche Schelle, Unterlegscheibe oder eine passende Distanz. Es gibt jedoch Grenzen.
Warum wir diese Seite trotzdem zeigen
Die Fahrradwelt ist bunt – und ebenso unterschiedlich sind Rahmen, Gepäckträger und Befestigungspunkte. Kreative Lösungen können im Einzelfall funktionieren. Leider sehen wir aber auch Konstruktionen, bei denen tragende oder stabilisierende Bauteile verändert oder weggelassen werden. Selbst wenn eine solche Lösung zunächst hält, können wir dafür keine Verantwortung übernehmen.
Was an dieser Montage problematisch ist
Die folgenden Punkte sind direkt in der eingesandten PDF-Dokumentation beschrieben.
Haltebügel gekürzt
Das obere Verbindungsstück des Bügelhalters wurde mit einer Flex abgetrennt. Dadurch wird ein konstruktives Bauteil dauerhaft verändert.
Gepäckträger angebohrt
Für die Befestigung wurden vier Löcher in den Rahmen des Gepäckträgers gebohrt. Ob der Gepäckträger dafür ausgelegt ist, lässt sich nicht pauschal beurteilen.
Verstrebungen weggelassen
Die mitgelieferten Verstrebungen, die dem System zusätzliche Festigkeit geben sollen, wurden laut Bericht vollständig weggelassen.
Die eingesandte PDF-Dokumentation
Wir stellen das Dokument zur Einordnung bereit. Bitte verstehen Sie es ausdrücklich nicht als Montageanleitung oder Empfehlung des Dreirad-Shops.
Montage an einem Riese+Müller E-Bike
Kundendokumentation · 8 Seiten · als Negativbeispiel gekennzeichnet
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Kreative Anpassung oder riskanter Umbau?
Diese Unterscheidung hilft bei der Beurteilung einer individuellen Einbausituation.
Bitte vorher Rücksprache halten
- tragende oder stabilisierende Bauteile abschneiden
- Löcher in Gepäckträger oder Fahrradrahmen bohren
- mitgelieferte Verstrebungen oder Sicherungen weglassen
- Bauteile so montieren, dass sie sich verdrehen können
- unklare Belastung von Gepäckträger oder Schutzblechstreben
Typische kleinere Anpassungen
- eine passende zusätzliche Schelle verwenden
- Unterlegscheiben oder Distanzstücke ergänzen
- Schutzgummi gegen Scheuerstellen einsetzen
- Halterungen passend ausrichten und sichern
- bei Unsicherheit Fotos einsenden oder Fachbetrieb fragen
Vor der ersten Fahrt unbedingt kontrollieren
Alle Verschraubungen müssen fest sitzen. Bügel, obere Verstrebungen und Achsbefestigungen dürfen sich nicht verdrehen oder verschieben. Sicherungsketten und mitgelieferte Sicherungsteile müssen vollständig montiert sein. Nach den ersten kurzen Probefahrten sind sämtliche Verbindungen erneut zu prüfen.
Bei Schweißarbeiten, Bohrungen, Trennarbeiten oder Veränderungen an tragenden Fahrradteilen sollte die Ausführung vorab mit einer geeigneten Fahrradwerkstatt abgestimmt werden.
Unsicher bei Ihrer Montage?
Senden Sie uns vor dem Umbau aussagekräftige Fotos von beiden Seiten des Hinterrades oder wenden Sie sich an einen Montagepartner mit Erfahrung bei individuellen Fahrradumbauten.
Dieser Beitrag dient der Sicherheit und Einordnung einer eingesandten Kundenkonstruktion. Er ersetzt keine individuelle Prüfung der Einbausituation.