Kundenvideo · Wald, Naturwege und Montage
Swinging Wheels im Wald und auf verschiedenen Untergründen – Fahrpraxis und Montageanleitung
Ein Jugendlicher zeigt im Kundenvideo, wie sich Swinging Wheels auf unterschiedlichen Untergründen verhalten. Zusätzlich wird die Montage des Systems erklärt. Diese Seite verbindet das Video mit konkreten Hinweisen für Asphalt, Schotter, Waldwege, Gras, Querneigung und Hindernisse.
Video: Fahren auf verschiedenen Untergründen und Montage
Das Video zeigt einen Jugendlichen beim Fahren und erläutert zusätzlich den grundlegenden Aufbau der Swinging Wheels.
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Was sich außerhalb glatter Straßen verändert
- Unebenheiten treffen nicht nur das Fahrrad, sondern auch die beiden seitlichen Räder.
- Ein Außenrad kann auf einer Erhöhung stehen, während das andere in einer Vertiefung läuft.
- Das Fahrrad richtet sich dadurch anders auf und reagiert spürbar am Lenker.
- Weicher Boden erhöht den Rollwiderstand der kleinen Seitenräder.
- Wurzeln, Steine und Rinnen können ein Außenrad abrupt anheben oder abbremsen.
- Je schmaler der Weg, desto wichtiger wird die zusätzliche Gesamtbreite.
Untergründe richtig einschätzen
Die Einordnung bezieht sich auf einen vorsichtigen Lernaufbau und nicht auf eine allgemeine Freigabe für jeden Weg.
Glatter Asphalt
Ebene Parkplätze, breite Hof- oder Radwegflächen eignen sich am besten für Anfahren, Bremsen und große Kurven.
Fester Fein-Kies
Ein gleichmäßig verdichteter Weg ist meist gut berechenbar. Langsam beginnen und auf kleine seitliche Spurrinnen achten.
Fester Waldweg
Nur ausreichend breit, übersichtlich und ohne ausgeprägte Wurzeln oder tiefe Fahrspuren befahren.
Kurzes, trockenes Gras
Der Rollwiderstand steigt. Verdeckte Löcher oder Kanten sind schwerer erkennbar und müssen vorher kontrolliert werden.
Loser Schotter und tiefer Sand
Vorder- und Seitenräder können einsinken oder seitlich versetzen. Bremsweg und Lenkung werden unberechenbarer.
Wurzeln, Stufen und tiefe Rinnen
Hohe Einzelhindernisse können ein Stützrad abrupt anheben. Schwierige Abschnitte besser absteigen und schieben.
Im Wald besonders beachten
- Nur breite und gut einsehbare Wege auswählen.
- Vor Wurzeln, Steinen und ausgewaschenen Rinnen deutlich abbremsen.
- Weichen Randbereich meiden, weil ein Seitenrad dort einsinken kann.
- Entgegenkommenden Personen rechtzeitig Platz geben und gegebenenfalls anhalten.
- Hängende Äste und seitliche Begrenzungen wegen der zusätzlichen Breite beachten.
- Nasse Blätter, Schlamm und feuchtes Holz als besonders rutschig behandeln.
- Bei Zweifel absteigen und die Passage langsam schieben.
Warum kleine Unebenheiten deutlich spürbar werden können
Kleine Seitenräder
Ein kleines Rad rollt über dieselbe Kante steiler als ein großes Fahrradlaufrad. Deshalb sind Wurzeln und Steine stärker spürbar.
Breitere Spur
Vier Räder laufen nicht in einer Linie. Ein Hindernis kann das Außenrad treffen, obwohl das Fahrrad selbst daran vorbeifährt.
Federwirkung
Die silberfarbenen Elemente geben nach und dämpfen einen Teil der Bewegung, ersetzen aber keine Gelände- oder Rahmenfederung.
Lenkreaktion
Wird eine Seite stärker angehoben oder abgebremst, muss die Fahrtrichtung ruhig und bewusst über den Lenker korrigiert werden.
Montageanleitung in acht Schritten
- Radgröße und Hinterradnabe bestimmen Reifenbeschriftung, Schaltung und beide Seiten der Hinterradachse fotografieren.
- Lieferumfang vollständig sortieren Hauptbügel, obere Streben, Achsteile, Radeinheiten, Schnellverschlüsse und Sicherungsketten zuordnen.
- Fahrrad sicher aufstellen Gegen Umkippen und Wegrollen sichern; bei einem E-Bike Antrieb ausschalten und gegebenenfalls Akku entnehmen.
- Hauptbefestigung an der Hinterradachse montieren Passende Achsverlängerungen oder einen geeigneten längeren Schnellspanner verwenden.
- Zentralen Bügel mittig ausrichten Ausreichend Abstand zu Reifen, Schutzblech, Speichen, Bremse, Schaltung und Kabeln sicherstellen.
- Obere Abstützung befestigen Nur stabile Punkte an Gepäckträger oder Rahmen verwenden und den Bügel gegen Verdrehen sichern.
- Beide Radeinheiten einsetzen Vollständig einschieben, Schnellverschlüsse schließen und Sicherungsketten links und rechts einhängen.
- Auf ebener Fläche einstellen und kontrollieren Höhe, senkrechte Stellung, Luftdruck und sämtliche Verschraubungen vor der ersten Fahrt prüfen.
Welche Größe wird bestellt?
Die Reifenbeschriftung am konkreten Fahrrad ist entscheidend.
20 Zoll
Für echte 20-Zoll-Kompakt-, Klapp- und Komfortfahrräder wird die Ausführung für 20 Zoll gewählt.
24 und 26 Zoll
Beide Radgrößen verwenden technisch dieselbe Bügelkonstruktion. Bestellt wird die am Fahrrad angegebene Größe.
27,5, 28 und 29 Zoll
Bei 27,5 Zoll wird 28 Zoll gewählt. Bei 29 Zoll kann die 28-Zoll-Ausführung eng werden und muss praktisch geprüft werden.
Fahrschule aus dem Dreirad-Shop
Vom glatten Übungsplatz zum Waldweg
Unterschiedliche Untergründe gehören nicht an den Anfang. Zuerst müssen Aufsteigen, Geradeausfahrt, Bremsen und große Kurven auf glattem Boden sicher funktionieren. Danach wird der Untergrund stufenweise anspruchsvoller.
Ebene Asphaltfläche
Mit tief eingestellten Seitenrädern im Stand sitzen, geradeaus fahren und sicher bremsen.
Große Kurven
Vor dem Bogen langsam werden und die Richtung bewusst mit dem Lenker einleiten.
Mehrfach anhalten
An festgelegten Punkten bremsen, sitzen bleiben oder sicher absteigen und erneut anfahren.
Verdichteter Kiesweg
Nur kurze gerade Strecke, niedrige Geschwindigkeit und ausreichenden Seitenabstand wählen.
Kleine Unebenheiten
Flache Übergänge möglichst rechtwinklig und ohne hektische Lenkbewegung überfahren.
Breiter Naturweg
Nur trocken, übersichtlich und ohne tiefe Spuren. Begleitperson bleibt in unmittelbarer Nähe.
Leichte Querneigung
Sehr langsam testen und sofort abbrechen, wenn die einseitige Belastung nicht sicher ausgeglichen wird.
Waldweg auswählen
Breit, fest, trocken und frei von hohen Wurzeln, Stufen oder tiefem Schlamm.
Schwierige Stellen schieben
Absteigen ist eine Sicherheitsentscheidung und kein Scheitern der Übung.
Strecke regelmäßig neu prüfen
Regen, Forstarbeiten und ausgewaschene Spuren können einen bekannten Weg deutlich verändern.
So wird der Schwierigkeitsgrad sinnvoll gesteigert
- Geradeausfahrt auf Asphalt Ohne starke Lenkkorrekturen und jederzeit bremsbereit.
- Kurven in beide Richtungen Weite Bögen gelingen langsam und kontrolliert.
- Fester Kies ohne Spurrinnen Nur kurze Strecke und mit Begleitung.
- Einzelne flache Unebenheiten Langsam und möglichst rechtwinklig überfahren.
- Breiter, trockener Waldweg Keine hohen Wurzeln, tiefen Löcher oder starke Querneigung.
- Selbstständige bekannte Strecke Erst wenn Lenkung, Bremsen, Untergrund und zusätzliche Breite zuverlässig eingeschätzt werden.
Das abnehmbare System im Überblick
Die Produktbilder zeigen eine seitliche Federeinheit und einen beispielhaften vollständigen Lieferumfang.
Vor jeder Fahrt auf Naturwegen prüfen
- Wetter: Weg trocken und ausreichend griffig?
- Strecke: keine neuen Rinnen, Äste, Wurzeln oder Forstarbeiten?
- Reifen: Fahrrad- und Seitenräder korrekt aufgepumpt?
- Schnellverschlüsse: vollständig geschlossen?
- Sicherungsketten: links und rechts eingehängt?
- Höhe: beide Radeinheiten gleich eingestellt?
- Bremsen: sichere Wirkung auf losem oder feuchtem Untergrund?
- Begleitung: bei neuen Strecken eine zweite Person dabei?
Auf Naturwegen deutlich langsamer als 15 km/h
Die empfohlene Höchstgeschwindigkeit beträgt 15 km/h. Auf Schotter, Waldwegen, Gras, Querneigungen und vor Hindernissen wesentlich langsamer fahren.
Wurzeln, hohe Kanten und tiefe Rinnen nicht mit Schwung überfahren. Bei Unsicherheit anhalten, absteigen und schieben.
Swinging Wheels am eigenen Fahrrad montieren und in Ruhe testen
Das 60-Tage-Testangebot gibt Zeit für Montage, Fahrschule und mehrere kurze Fahrten auf zunehmend anspruchsvolleren Untergründen. Vor der Bestellung können Fotos von Reifenbeschriftung, Hinterradachse und Gepäckträger eingesendet werden.
Kundenvideo [20221423]. Die Eignung eines Untergrunds hängt vom Fahrrad, der Einstellung, dem Wegzustand und der fahrenden Person ab.