Video-Anleitung · Grundmontage
Swinging Wheels richtig montieren: Die komplette Anleitung Schritt für Schritt
Dieses Video ist die allgemeine Grundanleitung für Swinging Wheels. Es geht nicht um ein einzelnes Kundenfahrrad, sondern um das Prinzip hinter der Montage: die richtige Verbindung an der Hinterradachse, den zentralen Haltebügel, die obere Stabilisierung, die beiden abnehmbaren Federeinheiten und die abschließende Einstellung.
Video: Swinging Wheels von der Achsbefestigung bis zur Einstellung
Wer zum ersten Mal vor den einzelnen Bügeln, Haltern, Schrauben, Ketten und Federeinheiten steht, erkennt nicht unbedingt sofort, was wohin gehört. Das Video zeigt deshalb den Aufbau als zusammenhängenden Vorgang und hilft, die einzelnen Baugruppen einzuordnen.
Bevor eine einzige Schraube gelöst wird
Die wichtigste Vorbereitung findet vor der eigentlichen Montage statt. Radgröße, Schaltung und Hinterradaufnahme bestimmen, welche Teile überhaupt verwendet werden.
Radgröße prüfen
Die passende Bügel- und Radausführung richtet sich nach der tatsächlichen Laufradgröße. Maßgeblich ist die Beschriftung auf dem Reifen.
Schaltung bestimmen
Nabenschaltung mit Achsmuttern und Kettenschaltung mit klassischem Schnellspanner benötigen unterschiedliche Teile für die Hinterradbefestigung.
Platz kontrollieren
Gepäckträger, Schutzblech, Rahmenschloss, Bremse, Schaltung, Kabel und Akku können den benötigten Raum rund um Hinterrad und Haltebügel beeinflussen.
Welche Verbindung kommt an die Hinterradachse?
Genau hier entstehen die meisten Missverständnisse. Swinging Wheels werden nicht bei jedem Fahrrad mit demselben Achsteil befestigt.
Nexus 7 oder Nexus 8 mit Achsmuttern
Bei geeigneten Shimano-Nexus-Naben werden passende Achsverlängerungen auf beziehungsweise an der vorhandenen Hinterradachse verwendet.
Originale Sicherungs- und Drehmomentteile der Nabe dürfen dabei nicht einfach weggelassen oder vertauscht werden.
Kettenschaltung mit Schnellspanner
Bei einem klassischen Schnellspann-Hinterrad wird der vorhandene Schnellspanner durch eine längere Ausführung ersetzt.
Diese Lösung ist nicht mit einer modernen Steckachse gleichzusetzen.
Sonderfälle vorher erkennen
- Enviolo / NuVinci: Hier wird eine andere Achsverlängerung benötigt. Nabenmodell und Gewinde vorab prüfen.
- Steckachse: Nicht mit einem klassischen Schnellspanner verwechseln. Standardmontage nicht ohne individuelle Prüfung übernehmen.
- Hinterradmotor: Die Achs- und Kabelsituation muss gesondert beurteilt werden.
- Gepäckträgerakku: Der notwendige Platz für Haltebügel und obere Stabilisierung kann eingeschränkt sein.
- Rahmenschloss: Schrauben und Halter können entweder stören oder – je nach Fahrrad – für die obere Abstützung interessant sein.
Die wichtigsten Bauteile vor der Montage erkennen
Viele Montagefehler entstehen nicht beim Festziehen, sondern schon vorher durch verwechselte Teile. Diese Bilder helfen bei der Zuordnung.
Die Grundmontage in acht Schritten
Je nach Fahrrad unterscheiden sich Details. Das grundlegende Prinzip bleibt jedoch ähnlich: zuerst die Verbindung zum Hinterrad, dann den Bügel ausrichten, anschließend oben stabilisieren und erst danach die beiden Seitenradsätze einsetzen.
Fahrrad sicher aufstellen
Das Fahrrad stabil abstellen und so sichern, dass das Hinterrad während der Arbeiten nicht unkontrolliert verrutscht oder umkippt.
Achsverbindung montieren
Je nach Fahrrad werden die passenden Achsverlängerungen oder der längere Schnellspanner eingesetzt.
Haltebügel einsetzen
Der massive zentrale Bügel wird symmetrisch zum Hinterrad positioniert und mit der vorgesehenen Achsverbindung befestigt.
Freigängigkeit prüfen
Reifen, Speichen, Schutzblech, Bremse, Schaltwerk, Leitungen und Kabel dürfen den Bügel nicht berühren.
Oben stabilisieren
Die oberen Streben verhindern, dass sich der große Bügel um die Hinterradachse nach vorn oder hinten verdreht.
Seitenteile einsetzen
Beide kompletten Federeinheiten werden vollständig in ihre Aufnahmen geschoben und links sowie rechts gleich ausgerichtet.
Verschlüsse und Ketten sichern
Die vorgesehenen Schnellverschlüsse vollständig schließen und die Sicherungsketten auf beiden Seiten korrekt anbringen.
Höhe und Symmetrie einstellen
Auf einer ebenen Fläche kontrollieren, ob links und rechts dieselbe Ausgangseinstellung verwendet wird und die Räder frei laufen.
Danach noch nicht sofort losfahren
Vor der ersten Fahrt sämtliche Verschraubungen, Achsbefestigung, Bügellage, Schnellverschlüsse und Sicherungsketten noch einmal vollständig kontrollieren.
Warum der obere Haltepunkt so wichtig ist
Der zentrale Bügel hängt nicht einfach nur an der Hinterradachse. Ohne zusätzliche obere Abstützung könnte er sich unter wechselnder Belastung um diese Achse verdrehen.
Unten wird getragen
Die Verbindung an der Hinterradachse nimmt einen wesentlichen Teil der Kräfte auf und bestimmt die Lage des Hauptbügels.
Oben wird stabilisiert
Die zusätzlichen Streben verhindern unerwünschte Drehbewegungen des Hauptbügels.
Der konkrete obere Befestigungspunkt hängt stark von Fahrradrahmen, Gepäckträger und vorhandenen Schraubpunkten ab.
Die seitlichen Swinging Wheels bleiben trotzdem abnehmbar
Nach der Grundmontage müssen Achsverbindung und Hauptbügel für normalen Transport oder Lagerung nicht jedes Mal wieder entfernt werden.
Sicherung lösen
Vor dem Herausnehmen wird zuerst die zusätzliche Sicherung der jeweiligen Radeinheit gelöst.
Verschluss öffnen
Die Klemmung beziehungsweise der Schnellverschluss an der Aufnahme wird geöffnet.
Komplette Einheit herausziehen
Rad und Federelement werden als eine seitliche Einheit aus der am Fahrrad verbleibenden Aufnahme herausgenommen.
Die erste Höheneinstellung: lieber stabil beginnen
Die richtige Einstellung ist nicht nur eine Maßfrage. Sie beeinflusst unmittelbar, wie stark sich das Fahrrad seitlich bewegen kann.
Für die ersten Fahrversuche
Beide Seiten zunächst möglichst stabil und symmetrisch einstellen. Dadurch wird das seitliche Verhalten leichter vorhersehbar.
Später fein anpassen
Wer nach mehreren Übungsfahrten eine andere Einstellung ausprobieren möchte, verändert sie nur schrittweise und testet anschließend wieder auf derselben ebenen Übungsfläche.
Die Hinterradbefestigung ist sicherheitsrelevant
Swinging Wheels sind keine einfachen Kinderstützräder. Die Konstruktion belastet Hinterradachse, Haltebügel und obere Abstützung während der Fahrt wechselnd.
Wer bei Achsverbindung, Gewinde, Drehmoment, Schnellspanner oder oberer Befestigung unsicher ist, sollte die Montage von einem erfahrenen Fahrradspezialisten durchführen oder abschließend kontrollieren lassen.
Abschlusskontrolle vor der ersten Fahrt
- Hinterrad: Achse beziehungsweise Schnellspanner vollständig und fachgerecht befestigt.
- Hauptbügel: Mittig und ohne seitliche Verspannung montiert.
- Reifen und Speichen: Kein Kontakt zum Haltebügel oder zu anderen Montageteilen.
- Bremse: Volle Funktion und freie Bewegung aller Bremsbauteile.
- Schaltung: Schaltwerk, Schaltbox und Kabel bleiben frei beweglich.
- Obere Abstützung: Hauptbügel kann sich nicht unkontrolliert vor- und zurückdrehen.
- Seitenteile: Vollständig in die Aufnahme eingeschoben.
- Schnellverschlüsse: Links und rechts vollständig geschlossen.
- Sicherungsketten: Auf beiden Seiten ordnungsgemäß befestigt.
- Höhe: Beide Seiten symmetrisch und auf ebener Fläche kontrolliert.
Video und PDF zusammen verwenden
Das Video ist ideal, um das räumliche Zusammenspiel der Teile zu verstehen. Für einzelne Schrauben, Reihenfolgen und Detailabbildungen ist eine PDF-Anleitung zusätzlich hilfreich.
Allgemeine Anleitung
Die kompakte PDF behandelt Haltebügel, Achsverlängerungen, Schnellspanner, Radmontage und Einstellung.
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Ausführliche Fotoanleitung
Eine ausführlichere Anleitung dokumentiert die Montage beispielhaft an einem Damenrad mit Kettenschaltung.
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Konkretes Fahrrad suchen
Zusätzlich gibt es Montagevideos und Kundenbeispiele für zahlreiche unterschiedliche Fahrräder.
Kundenfahrräder durchsuchen →
Das Video ist die Grundlage – das eigene Fahrrad entscheidet über die Details
Genau deshalb ist eine allgemeine Montageanleitung hilfreich, aber niemals die einzige Informationsquelle. Zwei Fahrräder mit derselben Radgröße können an Hinterradachse, Gepäckträger und Rahmen völlig unterschiedlich aufgebaut sein.
Grundprinzip verstehen
Das Video erklärt, welche Aufgabe Achsaufnahme, Hauptbügel, obere Stabilisierung und Seiteneinheiten jeweils übernehmen.
Fahrrad vergleichen
Danach muss geprüft werden, wo sich diese Bauteile am eigenen Fahrrad tatsächlich montieren lassen.
Erst dann montieren
Wenn Achsart, Radgröße und obere Befestigung geklärt sind, lässt sich die eigentliche Montage wesentlich strukturierter durchführen.
Nach der Montage beginnt eine zweite Aufgabe: das neue Fahrgefühl lernen
Auch technisch korrekt montierte Swinging Wheels verändern das Kurvenverhalten. Die erste Fahrt deshalb auf einer großen, ebenen und verkehrsfreien Fläche durchführen.
Langsam beginnen, vor Kurven früh abbremsen und bewusst über den Lenker fahren. Die empfohlene Höchstgeschwindigkeit mit Swinging Wheels beträgt 15 km/h.
Unsicher, welche Montage zu Ihrem Fahrrad passt?
Senden Sie uns eine Gesamtaufnahme des Fahrrades, Fotos beider Hinterradseiten und die vollständige Reifenbeschriftung. Dann lässt sich vor der Bestellung deutlich besser einschätzen, welche Radgröße und welche Achsverbindung benötigt werden.
Allgemeine Montageanleitung. Die konkrete Befestigung hängt von Fahrrad, Hinterradachse, Schaltung, Rahmen, Gepäckträger und vorhandenen Anbauteilen ab.
