Stützräder für große Kinder und Jugendliche – Swinging Wheels

Abnehmbare Stützräder für Kinderfahrräder von 16 bis 22 Zoll

Swinging Wheels geben größeren Kindern und Jugendlichen zusätzliche seitliche Stabilität beim Anfahren, Anhalten und bei langsamer Fahrt. Das vorhandene Fahrrad bleibt die Basis und kann für Transport, Wartung oder eine spätere Nutzung ohne Stützräder wieder zurückgebaut werden.

16, 18, 20 und 22 Zoll gefedert und höhenverstellbar seitlich abnehmbar Kundenbeispiele bis 26 Zoll

Mehr Stabilität, ohne sofort ein Therapiedreirad zu kaufen

Das System kann eine Lösung für Kinder sein, die selbstständig treten und lenken können, aber beim Gleichgewicht, beim sicheren Stoppen oder bei niedriger Geschwindigkeit Unterstützung benötigen. Durch die leichte Federwirkung bleibt mehr vom normalen Fahrradgefühl erhalten als bei einer vollständig starren Dreiradkonstruktion.

  • Unterstützung beim Aufsteigen, Anfahren und Anhalten
  • gefedertes statt vollständig starres Fahrverhalten
  • individuell einstellbare Stützhöhe
  • Seitenradsätze für Auto und Fahrradträger abnehmbar
  • Fahrrad kann später zurückgebaut oder weitergegeben werden
Woom 4 mit 20-Zoll-Swinging-Wheels
Woom 4 mit Kettenschaltung und montierten 20-Zoll-Swinging-Wheels.
Individuelle Eignung: Ob ein Kind sicher mit Swinging Wheels fahren kann, hängt von Motorik, Reaktionsfähigkeit, Sitzposition, Fahrrad, Umgebung und Begleitung ab. Medizinische oder therapeutische Fragen sollten mit den zuständigen Fachpersonen geklärt werden.

Welche Fahrradgrößen sind möglich?

16 und 18 Zoll

Für größere Kinder, die ein kompaktes Fahrrad benötigen und zusätzliche seitliche Unterstützung brauchen.

20 und 22 Zoll

Typische Größen für Schulkinder und Jugendliche mit kleineren Rahmen beziehungsweise niedriger Einstiegshöhe.

24 und 26 Zoll

Auf dieser Seite dokumentierte Kunden- und Schulfahrräder zeigen auch größere Sonderlösungen nach individueller Prüfung.

Größe auf dem Reifen ablesen: Entscheidend ist die tatsächliche Reifengröße auf der Reifenflanke. Kundenbilder größerer Fahrräder sind Beispiele und keine automatische Liefer- oder Passzusage.

Hinterradnabe und obere Befestigung entscheiden über die Passform

Typische geeignete Voraussetzungen

  • Shimano Nexus 7 oder Nexus 8 mit Achsmuttern
  • Kettenschaltung mit klassischem Schnellspanner
  • umrüstbare Vollachsnabe mit klassischem Konuslager
  • ausreichend Platz an Hinterrad, Bremse und Rahmen
  • Gepäckträger oder geeigneter stabiler Rahmenpunkt

Vor einer Bestellung genau prüfen

  • Steckachse oder ungewöhnliche Hinterradnabe
  • Hinterradmotor und Kabeldurchführung durch die Achse
  • Fahrräder ohne Gepäckträger
  • Scheibenbremse oder Anbauteile im Montagebereich
  • sehr breiter Hinterbau oder ungewöhnliche Rahmenform
Fotos helfen bei der Einschätzung: Senden Sie die Hinterradnabe von links und rechts sowie den Bereich über dem Hinterrad. Eine verbindliche Passgarantie ist trotz Vorprüfung nicht möglich.

Woom 4: Umbau von Vollachse auf Schnellspanner

Viele Woom-4-Modelle besitzen serienmäßig eine verschraubte Hinterachse. Bei geeigneter klassischer Konuslagernabe kann die Vollachse häufig gegen eine Hohlachse mit Schnellspanner ausgetauscht werden. Entscheidend ist die konkret verbaute Nabe – nicht allein die SRAM- oder microSHIFT-Schaltung.

Nabe prüfen

Baujahr, Modellbezeichnung und Schaltwerk reichen für eine sichere Aussage nicht aus. Achsdurchmesser, Gewinde und Lagerbauart müssen kontrolliert werden.

Werkstattumbau

Der Umbau umfasst Ausbau des Hinterrads, Achswechsel, Distanzierung und korrekte Neueinstellung des Konuslagers.

Ohne Gepäckträger

Woom-Räder benötigen meist eine individuell angepasste obere Sicherung, damit sich der zentrale Bügel nicht verdreht.

Anleitung zum Wechsel der Woom-Hinterradachse von Vollachse auf Hohlachse mit Schnellspanner
Übersicht zum Wechsel der Woom-Hinterradachse auf eine Hohlachse mit Schnellspanner.

Montage am Kinder- oder Jugendfahrrad

Die Montage ist technisch nicht mit kleinen Lernstützrädern vergleichbar. Achsbefestigung, Haltebügel, obere Stabilisierung und Stützhöhe müssen auf das konkrete Fahrrad abgestimmt werden.

  1. Radgröße und Nabe bestimmenReifengröße, Schaltung, Achse und Platzverhältnisse müssen zur gewählten Ausführung passen.
  2. Haltebügel mittig ausrichtenDer Bügel darf Reifen, Schaltung, Bremse, Schutzblech und Leitungen nicht berühren.
  3. Achsverbindung montierenJe nach Fahrrad werden Achsverlängerungen oder ein längerer Schnellspanner verwendet.
  4. Obere Verdreh­sicherung befestigenDer Bügel wird am Gepäckträger oder an einem geeigneten Rahmenpunkt stabilisiert.
  5. Federeinheiten einsetzenBeide Seiten vollständig einschieben und mit den Schnellverschlüssen sichern.
  6. Stützhöhe einstellenFür die ersten Fahrversuche möglichst viel Sicherheit und kontrollierten Bodenkontakt wählen.
  7. Nachkontrolle durchführenNach kurzer Probefahrt Schrauben, Radstellung, Schnellverschlüsse und Freigängigkeit erneut prüfen.
Werkstatt empfohlen: Eine Fahrradwerkstatt kann Nabe, Achse, Lager, Rahmen und obere Befestigung prüfen und die Konstruktion fachgerecht ausrichten.

Pedalhaken und Feststellbremse als mögliche Ergänzungen

Pedalhaken

Können die Fußposition unterstützen, wenn ein Fuß beim Treten leicht vom Pedal rutscht. Einstellung und schnelle Lösbarkeit müssen zum Kind passen.

Feststellbremse

Kann das Fahrrad beim Aufsteigen oder während einer Pause gegen Wegrollen sichern. Die konkrete Ausführung muss zur vorhandenen Bremse passen.

Niedriger Einstieg

Ein tiefer Rahmen und ein passend eingestellter Sattel erleichtern selbstständiges Auf- und Absteigen.

Fahren mit Stützrädern muss geübt werden

Das Fahrrad wird nicht mehr wie ein normales Zweirad durch starke Schräglage gelenkt. Das Kind sollte bewusst aufrecht sitzen und aktiv mit dem Lenker steuern. Die ersten Fahrten gehören auf eine freie und ebene Fläche.

Begleitung

Eine erwachsene Person sollte beim Aufsteigen, Anfahren, Lenken und Anhalten direkt unterstützen.

Sattel und Füße

Das Kind muss im Stillstand sicher mit den Füßen den Boden erreichen und kontrolliert absteigen können.

Geschwindigkeit

Langsam beginnen, vor Kurven bremsen und die empfohlene Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h nicht überschreiten.

Geduld einplanen: Das Fahrverhalten ist anfangs ungewohnt. Mehrere kurze Einheiten über verschiedene Tage sind meist sinnvoller als ein langer erster Versuch.

Videos: Fahrpraxis, Montage und Erfahrungen

Die folgenden Videos zeigen Swinging Wheels an Kinder- und Jugendfahrrädern in der Praxis. Sie vermitteln einen realistischen Eindruck vom Fahrverhalten, von der seitlichen Unterstützung und von unterschiedlichen Montagesituationen.

Praxisbeispiel mit Swinging Wheels an einem Kinder- oder Jugendfahrrad.
Kurzvideo mit einem kompakten Eindruck des Systems im Einsatz.
Fahr- und Anwendungssituation mit zusätzlicher seitlicher Stabilisierung.
Weitere praktische Erfahrung mit Swinging Wheels am Kinderfahrrad.
Beispiel für Fahrverhalten, Unterstützung und Eingewöhnung.
Zusätzliches Kundenvideo mit Swinging Wheels im praktischen Einsatz.
Hinweis zu den Videos: Die gezeigten Fahrräder und Montagen sind Praxisbeispiele. Sie ersetzen keine individuelle Prüfung der Passform und keine fachgerechte Montage am eigenen Fahrrad.

Schule, Therapiezentrum und gemeinsamer Familienausflug

Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum

Ein dokumentierter Fuhrpark umfasst ein 20-Zoll-Fahrrad mit Kettenschaltung, ein 24-Zoll-Fahrrad mit Nabenschaltung und ein 26-Zoll-Fahrrad mit Nabenschaltung. Alle drei Fahrräder wurden mit Swinging Wheels nachgerüstet. Das Beispiel zeigt, wie unterschiedliche Größen innerhalb eines pädagogischen Angebots eingesetzt werden können.

Academy Grade 5 Belt, 24 Zoll

Eine Familie suchte für ihren neun Jahre alten Sohn eine leichtere und besser transportierbare Alternative zu einem zu klein gewordenen Therapiedreirad. Gewählt wurde ein normales 24-Zoll-Kinderfahrrad mit Riemenantrieb und Nabenschaltung. Zusätzlich wurden ein Gepäckträger, Pedalhaken und eine Feststellbremse eingeplant.

Nach der Montage stellte die Familie die Stützräder zunächst so ein, dass beide Räder festen Bodenkontakt hatten. Nach eigener Angabe ließen sich die seitlichen Einheiten in ungefähr zwei Minuten an- und abmontieren. Dadurch konnte das Fahrrad auf dem Fahrradträger transportiert und später für Geschwister zurückgebaut werden.

Kundenberichte: Auf der bisherigen Seite mit einem Stern gekennzeichnete Texte, Bilder und Videos wurden nach Angaben des Shops von Kunden erstellt und nicht redaktionell verändert. Für den Aufwand wurde ein Honorar gezahlt.

Dokumentierte 24-Zoll-Kinderfahrräder

Transport und Rückbau

Seitlich abnehmbar

Die beiden Federeinheiten lassen sich über Schnellverschlüsse vom zentralen Haltebügel abnehmen.

Fahrradträger

Nach dem Abnehmen der Seitenradsätze ist das Fahrrad deutlich schmaler und lässt sich leichter auf einem geeigneten Träger befestigen.

Spätere Nutzung

Bei fachgerechter Montage kann das Fahrrad später zurückgebaut und ohne Stützräder weitergenutzt werden.

Träger vorher prüfen: Tragfähigkeit, Schienenbreite und sichere Befestigung müssen zum Gewicht und zur Rahmenform des Kinderfahrrads passen.

60 Tage am eigenen Kinderrad testen

Eine kurze Probefahrt reicht häufig nicht aus. Das gesonderte Testangebot gibt Familie und Kind Zeit für Montage, Einstellung und mehrere ruhige Übungseinheiten in vertrauter Umgebung.

Aktuelle Testvarianten: Das derzeitige Testprodukt bietet laut Produktseite 16, 18 und 20 Zoll sowie Ausführungen für Nexus 7/8 oder Kettenschaltung mit Schnellspanner. Für 22 Zoll und größere dokumentierte Kundenlösungen bitte vorab anfragen.

Technische Eckdaten und Sicherheit

  • Systemgefedertes, höhenverstellbares Stützradsystem
  • Seitliche Einheitenüber Schnellverschlüsse abnehmbar
  • SchaltungsartenNexus 7/8 oder geeignete Kettenschaltung mit Schnellspanner
  • Gewichtje nach Ausführung ungefähr 8 kg
  • Empfohlene Höchstgeschwindigkeitmaximal 15 km/h
  • Montagedurch eine qualifizierte Fahrradwerkstatt empfohlen
  • KontrolleSchrauben, Sicherungen und Bauteile regelmäßig prüfen
Sicherheitshinweise: Helm und geeignete Schutzausrüstung verwenden, nur auf geeigneten Wegen fahren, enge oder stark unebene Strecken meiden und beschädigte beziehungsweise lockere Bauteile sofort instand setzen lassen.

Anleitungen und weiterführende Informationen